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PATIENTENINFORMATION

Os trigonum (hinterer Sprunggelenkschmerz)

Das Os trigonum ist ein akzessorischer („Extra-“)Knochen auf der Rückseite unseres Sprunggelenkes. Bis zu 15 % der Menschen haben diesen zusätzlichen Knochen, ohne dass dieser Probleme bereitet. In der Nähe dieses Knochens verläuft die lange Beugesehne der Großzehe. Bestimmte sportliche Belastungen (Fußball, Football, Tanzen und Bergläufe) können zu einer lokalen Reizung des Gewebes und zu Schmerzen führen.

Sportliche Belastung des hinteren Sprunggelenks

Symptome

Es zeigen sich belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des hinteren Sprunggelenkes, hinter der Achillessehne. Oftmals erst einige Zeit nach der Belastung.

Eine Schwellung oder Rötung ist nur selten zu verzeichnen.

Ihr Spezialist für Erkrankungen des Fuß- und Sprunggelenkes wird zunächst eine ausführliche Anamnese erheben. Oft findet sich hier schon die Ursache in einer Überbeanspruchung oder falschen Trainingsbelastung.

Bei der weiteren radiologischen Untersuchung (Röntgen) kann der akzessorische Knochen nachgewiesen werden. Die Ultraschalluntersuchung ist ein sehr effektives Untersuchungsmittel bei Veränderungen an Sehnen und Muskeln.

Röntgenologische Darstellung des Os trigonum

Weitere Veränderungen, wie zum Beispiel muskuläre Engpasssyndrome, können in der MRT-Untersuchung nachgewiesen werden.

Therapie

Konservativ (nicht operativ)

Wenn eine Überlastungsreaktion vorliegt, genügt in der Regel eine sportliche Pause. Bei ausgeprägten Schmerzen kann eine vorübergehende Immobilisierung in speziellen Orthesen Linderung bringen. Wichtig ist eine Limitierung der sportlichen Aktivität für einige Wochen. Im Anschluss sollte die Belastung dann nur schrittweise wieder gesteigert werden.

Eine schnellere Schmerzlinderung und eine frühere Rückkehr zu sportlichen Aktivitäten ist durch eine zwei- bis dreimalige Injektion mit Autologem Conditioniertem Plasma (ACP) oder Kortisonpräparaten möglich.

ACP wird nach Blutentnahme aus dem Blut des Patienten gewonnen. Diese ist Injektionen mit Kortisonpräparaten vorzuziehen. Jedoch werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und müssen als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von den Patienten selbst übernommen werden.

Operative Therapie

Kommt es trotz einer adäquaten konservativen Therapie zu keiner signifikanten Verbesserung der Beschwerden, kann eine Operation nötig werden. Diese kann in der Regel minimalinvasiv über zwei kleine Einschnitte neben der Achillessehne durchgeführt werden (Arthroskopie).

Ein sportlicher Belastungsaufbau nach der Operation kann nach Abschluss der Wundheilung (ca. zwei Wochen) langsam wieder begonnen werden.